Ultimative Fastenchallenge 2016: die Kunst, Nein zu sagen!

Pralinen
Pralinen

Heute am Aschermittwoch will ich einige Gedanken zum Thema Fasten mit Dir teilen. Die Fastenzeit ist seit jeher mit Einschränkungen und Verzicht verknüpft. Vielleicht hast Du in der Vergangenheit auch schon auf das eine oder andere verzichtet. Auf Süßigkeiten, auf Alkohol, auf Fernsehen, auf Nikotin, auf Fleisch, auf Facebook, … die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Die Kirche begleitet die Fastenzeit mit der Kampagne: „7 Wochen Ohne“. Allerdings ist dieses „Ohne“ kein Selbstzweck.

Die Absicht, die dahinter steckt, ist folgende: es geht darum, dass Du Dich nicht gefangen nehmen lässt von Versuchungen und Süchten, sondern frei bist in Deinem Denken und Handeln. Es geht also darum, dass Du absolut selbstbestimmt mit offenem Herzen und klarem Blick frei und damit „bei Dir selbst sein“ kannst. Wenn wir diesen Gedanken fortführen, geht es beim Fasten im Kern darum, zu äußerlichen Einflüssen, die uns begrenzen und nicht gut tun, NEIN zu sagen, uns also davon abzugrenzen und damit JA zu sagen zu uns selbst und unseren Bedürfnissen. Dies ist nach meiner Meinung DIE zentrale Aussage!

Falls dieses Thema in Dir auf eine Resonanz stößt und Du einen inneren Ruf verspürst, lade ich Dich sehr herzlich zur ultimativen Fastenchallenge 2016 ein: sei ehrlich zu Dir selbst und teile diese Ehrlichkeit mit Deinen Mitmenschen! Erlaube Dir ganz bewußt Nein zu sagen, wenn Dir danach ist. Ich nenne dies „Ehrlichkeitsfasten“. Ich halte dies für eine der schwierigsten Fastenübungen überhaupt. Denn damit wagst Du Dich aus Deiner Komfortzone raus. Wenn Du ehrlich und aufrichtig zu Deinen Bedürfnissen stehst, dann riskierst Du von außen Zurückweisung und Verletzungen. Dein Umfeld versucht Dich vielleicht, wieder einzufangen und in Dein übliches Schema zurückzudrängen. Auf der Strecke bleiben Deine Ideale, Deine Werte und im Kern Dein eigenes, freies und selbstbestimmtes „Sein“.

Daher mein Vorschlag: wann immer es Dir eng wird in Deiner Brust, wenn Du Angst, Wut, Trauer oder Frust verspürst – höre gut in Dich hinein und spüre, was Du jetzt gerade brauchst. Frage Dich nicht: „was wird von mir erwartet und wie soll ich für die anderen sein?“ Frage Dich: „was brauche ich jetzt gerade, um glücklich und zufrieden zu sein?“ Dann: traue Dich, dies auch aufrichtig zu sagen. Denn Du stehst damit zu Dir selbst und für Dich selbst ein und kommst damit Deinem eigenen „Sein“ in der Tiefe immer näher. Sei es Dir Wert!

Klingt dies für Dich zu gut um wahr zu sein und zu schwierig, um es umzusetzen? Hier noch ein Tipp: Fange klein an und feiere Deine Erfolge. Komme von folgendem Standpunkt: „wenn es mir gut geht, wenn ich frei und selbstbestimmt lebe, dann kann ich auch am meisten geben und nütze so meinen Mitmenschen am meisten„. Gerne begleite ich Dich in der Fastenzeit und darüber hinaus auf diesem Weg – eine kurze Email oder ein Telefonanruf genügt.

PS: Du bewegst Dich bei diesem Thema im Spannungsfeld zwischen Ehrlichkeit und Höflichkeit. Wenn Du tiefer einsteigen möchtest, dann kannst Du hier einige grundsätzliche Überlegungen dazu nachlesen.

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